Lieferantenaudit · VDA 6.3

Externes Lieferantenaudit nach VDA 6.3

Sie beauftragen das Audit. Ich führe es durch — vor Ort bei Ihrem Lieferanten, weltweit. Den VDA-konformen Bericht haben Sie zwei Werktage später.

Anlässe

Wann sich ein externes Lieferantenaudit lohnt

Neuer Lieferant

Ein neuer Lieferant soll nominiert werden, und die Entscheidung braucht mehr als eine Selbstauskunft.

Verlagerung

Eine Fertigung wird verlagert. Sie wollen wissen, ob das neue Werk die Prozesse beherrscht, bevor die Serie anläuft.

Reklamationen

Reklamationen häufen sich. Der Lieferant liefert Erklärungen, aber keine Ursachen.

Extern lohnt es sich, wenn Ihr Team ausgelastet ist oder die Qualifikation als VDA 6.3 Auditor im Haus fehlt.

Ablauf

Ablauf eines externen VDA 6.3 Audits

Vor dem Audit
01

Auftragsklärung

Ein kurzes Gespräch: Anlass, Produkte, Prozesse, Vorgaben für den Lieferanten. Daraus folgt der Auditumfang.

02

Vorbereitung

Auditplan mit Ihnen und dem Lieferanten abgestimmt, Unterlagen gesichtet, Schwerpunkte gesetzt.

Vor Ort
03

Audit

In der Fertigung, entlang des tatsächlichen Prozesses, im Gespräch mit den Menschen, die ihn ausführen. Auf Deutsch oder Englisch. Ihre Mitarbeiter nehmen auf Wunsch teil.

04

Abschlussgespräch

Die wesentlichen Feststellungen bespreche ich noch vor Ort. Im Bericht steht nichts, was der Lieferant nicht schon gehört hat.

Nach dem Audit
05

Bericht

Innerhalb von zwei Werktagen, VDA-konform, erstellt mit dem offiziellen Auswertungstool des VDA QMC.

06

Maßnahmen

Auf Wunsch hinterfrage ich die Maßnahmen des Lieferanten und verfolge die Umsetzung bis zum Abschluss.

Ergebnis

Der Auditbericht

Bewertung je Prozesselement, Feststellungen mit Nachweisen, Handlungsfelder nach Priorität — im VDA-Format, das Ihr Lieferantenmanagement kennt. Dazu meine Einschätzung, wo die Risiken für Ihre Lieferung tatsächlich liegen und was der Lieferant zuerst angehen sollte.

Voraussetzungen

Was ich von Ihnen brauche

Die Spezifikation des Bauteils, das der Lieferant für Sie fertigt: Zeichnung, Spezifikation und alle weiteren vereinbarten Anforderungen. Den Prozessablaufplan und den Control Plan. Bei einem Qualitätsproblem zusätzlich die Fehlerbeschreibung, Fotos oder Videos vom Fehlerbild, den 8D-Report des Lieferanten und idealerweise n.i.O.-Teile, die wir vorab gemeinsam ansehen.

Dazu einen Ansprechpartner auf Ihrer Seite und die Kontaktdaten beim Lieferanten für die Terminabstimmung. Den Rest kläre ich mit dem Werk.

Haltung

Wie ich als externer VDA 6.3 Auditor beim Lieferanten auditiere

Ein Audit ist kein Verhör und keine Formsache. Der Schwerpunkt liegt in der Fertigung, nicht im Besprechungsraum. Ich frage, bis ich den Prozess verstanden habe, und ich lasse mir zeigen, nicht erzählen.

Ich habe in den USA, Japan, Korea, China und Indien auditiert. Ich weiß, was ein Ja im Audit wirklich bedeutet — und wo Risiken zwischen den Zeilen sichtbar werden. Der Lieferant erlebt ein sachliches, respektvolles Audit. Sie bekommen ein ungeschöntes Ergebnis.

Abgrenzung

Was ich nicht mache

Ich zertifiziere nicht und ich schule nicht. Ich führe keine Systemaudits nach IATF 16949 oder ISO 9001 durch. Und ich berate keinen Lieferanten, den ich im Auftrag eines Kunden auditiere.

Häufige Fragen

Was Auftraggeber vorab wissen wollen

Vor der Beauftragung

Wovon hängt der Aufwand eines Lieferantenaudits ab?

Von der Anzahl und Komplexität der zu auditierenden Prozesse, der gewünschten Audittiefe, der Größe des Standorts, davon, ob eine Potenzialanalyse oder ein vollständiges Prozessaudit gefragt ist, sowie von Sprache und Reiseaufwand. Nach dem Erstgespräch erhalten Sie ein Angebot mit dem konkreten Umfang.

Wie lange dauert ein VDA 6.3 Lieferantenaudit?

Vor Ort ab einem Tag bei deutschsprachigen Lieferanten, ab anderthalb Tagen bei englischsprachigen. Bei komplexen Prozessen oder mehreren Produktfamilien entsprechend mehr.

Wie schnell können Sie vor Ort sein?

Mit drei Werktagen Vorlauf. Das gilt für geplante Audits ebenso wie für dringende Fälle — Qualitätsproblem, drohender Linienstillstand — sofern der Lieferant den Termin ermöglicht.

Kann ich als Auftraggeber am Audit teilnehmen?

Ja. Fachleute aus Ihrem Haus, zum Beispiel aus Qualität, Einkauf oder Entwicklung, können als Co-Auditoren teilnehmen. Die Bewertung treffen wir gemeinsam im Auditteam — Auditor und Co-Auditoren auf Kundenseite.

Akzeptiert mein Kunde ein Audit durch einen externen Auditor?

Ja. Ein Lieferantenaudit in Ihrem Auftrag ist ein Second-Party-Audit, unabhängig davon, ob es Ihr Mitarbeiter oder ein externer Auditor durchführt. Entscheidend ist, dass der Auditor beim VDA QMC als VDA 6.3 Prozessauditor zertifiziert ist und der Bericht im VDA-Format vorliegt. Beides ist bei mir gegeben.

Führen Sie auch Remote-Audits durch?

Nein. Die Gespräche vor Ort, der Rundumblick auf die Fertigung, die Möglichkeit, bei Auffälligkeiten sofort nachzufassen, und nicht zuletzt die Gespräche nebenher sind für ein belastbares Ergebnis entscheidend. Was remote gut funktioniert, ist die anschließende Maßnahmenverfolgung.

Zum Audit

Worin unterscheidet sich die Potenzialanalyse vom Prozessaudit?

Die Potenzialanalyse bewertet einen Lieferanten vor der Vergabe — ob er die Anforderungen der VDA 6.3 erfüllt und ins Lieferantenportfolio des Kunden passt. Das Prozessaudit bewertet laufende oder anlaufende Prozesse bei einem Lieferanten, mit dem Sie bereits arbeiten.

Was unterscheidet ein VDA 6.3 Audit von einem IATF 16949 Audit?

IATF 16949 ist ein Managementsystem-Audit: Eine akkreditierte Zertifizierungsstelle prüft als Third Party, ob das Qualitätsmanagementsystem des Unternehmens die Norm erfüllt, und stellt ein Zertifikat aus. VDA 6.3 ist ein Prozessaudit: Es bewertet konkrete Fertigungsprozesse für ein bestimmtes Produkt und findet als Second-Party-Audit im Auftrag des Kunden statt. Das Ergebnis ist kein Zertifikat, sondern ein Bericht mit Bewertung und Befunden zu genau diesen Prozessen.

Welche Qualifikation braucht ein externer VDA 6.3 Auditor?

Nach VDA 6.3:2023 muss ein externer Dienstleister, der Prozessaudits im Kundenauftrag durchführt, beim VDA QMC als Prozessauditor zertifiziert sein. Das Zertifikat ist fünf Jahre gültig und wird nur verlängert, wenn der Auditor regelmäßig auditiert. Ich bin seit 2015 zertifizierter VDA 6.3 Prozessauditor, zuletzt requalifiziert 2024.

Was muss der Lieferant für das Audit vorbereiten?

Für die Vorbereitung genügt ein Ansprechpartner aus der Qualität. Im Audit selbst müssen alle eingebundenen Abteilungen vertreten sein, und Ihr Produkt sollte während des Audits gefertigt werden. Was ich von Ihnen als Auftraggeber brauche, steht unter Voraussetzungen.

Was passiert, wenn das Audit schwerwiegende Befunde zeigt?

Die Bewertung erfolgt nach VDA 6.3. Bei schwerwiegenden Befunden werden Sofortmaßnahmen benötigt, die der Lieferant definiert und umsetzt. Die Bewertung der Maßnahmen liegt im Regelfall bei Ihnen als Kunde, ebenso die Entscheidung über die weitere Lieferantenbeziehung. Auf Wunsch übernehme ich die Maßnahmenverfolgung.

In welchen Branchen und Ländern auditieren Sie?

Meine Branchen sind Automotive, Elektronik und Sensorik sowie metallverarbeitende und industrielle Fertigung. Ich auditiere weltweit, von Berlin aus — in Deutschland und Europa ebenso wie in den USA und Asien.

Kontakt

Audit geplant?

Eine kurze Nachricht oder ein Anruf — in einem 15-Minuten-Gespräch klären wir Umfang und Vorgehen.

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